Willkommen beim NABU Ober-Mörlen

Für Mensch und Natur

Der Waldkauz- Vogel des Jahres 2017 - Foto: NABU/Marcus Bosch
Der Waldkauz- Vogel des Jahres 2017 - Foto: NABU/Marcus Bosch

Der NABU Ober-Mörlen möchte Menschen dafür begeistern, sich durch gemeinschaftliches Handeln für die Natur einzusetzen. Wir wollen, dass auch kommende Generationen eine Erde vorfinden, die lebenswert ist, die über eine große Vielfalt an Lebensräumen und Arten, sowie über gute Luft, sauberes Wasser, gesunde Böden und ein Höchstmaß an endlichen Ressourcen verfügt.

Der NABU Ober-Mörlen setzt sich auf vielfältige Weise für diese Ziele ein. Zu unserer Arbeit gehören praktische Maßnahmen wie Landschaftspflege, Vorträge, Exkursionen in die Natur und eine intensive Jugendarbeit. 

Veranstaltungen / Termine

 

Unsere Termine und die der benachbarten NABU-Gruppen finden Sie hier

Aktuelles - Berichte und Bilder

 

Aktuelle Fotos vom Naturschutzgebiet Magertriften finden Sie hier

Schäden im Naturschutzgebiet Magertriften (01.04.2017)

Nachhaltige Schäden verursachten vermutlich Jugendliche oder Kinder, die sich unerlaubterweise im Naturschutzgebiet (NSG) Magertriften am alten Wehr am Fauerbach austobten. Außer der Ablagerung von erheblichen Müllmengen sind massive Abgrabungen im Bereich des Bachbiotops festgestellt worden. So fehlt zum Beispiel zwischen Wehr und Fauerbach nur noch ein Meter bis zum Bachbett-Durchbruch. Auf Veranlassung des NSG-Betreuers kam es mit der Gemeindeverwaltung zur gemeinsamen Schadensbesichtigung. Die Verursacher der Schäden beziehungsweise deren Erziehungsberechtigte werden wohl dafür einstehen müssen.

 

Wir appellieren eindringlich an die Einwohner von Ober-Mörlen sowie der anliegenden Kommunen, beim Besuch unseres europäischen NSG durch ihr Verhalten dessen Schönheit und große Artenvielfalt auf Dauer zu sichern.

Vereinswanderung zwischen den Jahren (27.12.2016)

Naturschützer bevorzugen kurze Anfahrten zu touristischen Zielen und das lässt sich von Ober-Mörlen aus gut realisieren. Der Taunus liegt westlich vor der Tür, aber auch in Richtung Osten bieten sich besuchenswerte Landschaften an. In diesem Jahr war es die Gegend um Münzenberg und Rockenberg. Die 14-köpfige Wandergruppe startete am Morgen in Münzenberg am Steinberg, einem Magerrasenbiotop, auf dem in der warmen Jahreszeit  Heidenelken, Kreuzblümchen und Heidekräuter blühen. Sehenswert ist das Felsenmeer aus Sandsteinquadern, dazwischen mühlsteinähnliche Blöcke, deren historische Bedeutung bislang nicht ermittelt werden konnte, wie Wanderführer Matthias Möbs betonte. Die Gruppe durchquerte anschließend Münzenbergs Ortskern mit seinen vielen Fachwerkhäusern, hielt sich dann westlich und kam zum Münzenberger Galgen, der vollständig erhalten ist. Nur die Tatsache, dass die letzte Hinrichtung 275 Jahre zurückliegt, milderte das Erschaudern. Weiter ging es über den Münzenberger Rücken zur Hölle von Rockenberg. Dort bot sich den Ausflüglern ein Blick über die nördliche Wetterau und auf die Taunusausläufer Winterstein, Hausberg und Schrenzer.

 

Mittag wurde im Roten Haus in Rockenberg gemacht. Trotz voll besetzten Restaurants klappte es mit dem Bestellen und Servieren sehr gut, das Essen hat allen geschmeckt. Nach zwei Stunden ging es gestärkt auf den Rückweg. Entlang des Hammelshäuser Grabens wähnten sich die Wanderer auf direktem Weg zum Ausgangspunkt Münzenberg, aber die Türme des Tintenfasses wurden nicht größer, sondern rückten immer weiter nach links oder waren überhaupt nicht mehr zu sehen. Wanderführer Matthias Möbs gestand, wohl nicht den kürzesten, aber den landschaftlich reizvollsten Weg genommen zu haben. Trotzdem erreichte die Gruppe pünktlich nach insgesamt 14 km Wanderstrecke den Ausgangspunkt in Münzenberg.      

Nutzer von Gelände-Navis oder Smartphones (mit der entsprechenden App) können die Strecke mit Hilfe der gpx-Datei nachwandern.
NABU_Ober-Moerlen_Muenzenberg_Rockenberg
GPS eXchange Datei 67.3 KB
Wer die Wanderroute genau nachvollziehen will, lädt die Datei auf seinen Rechner und startet mit Doppelklick auf diese Datei das Programm Google-Earth (falls installiert).
NABU_Ober-Moerlen_Muenzenberg_Rockenberg
Google Earth Placemark 17.8 KB

Hochstämme auf dem Bottenberg gepflanzt (26.11.2016)

Ober-Mörlen liegt im Streuobstgürtel, der sich über den südlichen und östlichen Fuß des Taunus erstreckt. Die Gemeinden in dieser Region verfügten über ausgedehnte landschaftsprägende Streuobstregionen. In der Gemarkung Ober-Mörlen waren das vor allem die Lagen Kirschenberg, Schießhütte, Wingerte (Magertriften) und Bottenberg. Die beiden Erstgenannten sind inzwischen Wohngebiete – somit als Streuobstareale nicht mehr existent; die Magertriften genießen als Naturschutzgebiet staatliche Förderung – auch zum Erhalt der Streuobstwiesen.

 

Auf dem unteren Bottenberg steht inzwischen nur noch ein überalterter und lückenhafter Baumbestand. Es gibt zwar einige Nachpflanzungen, die aber die Ausfälle bei weitem nicht ausgleichen können. Der NABU Ober-Mörlen hat dort nach jahrelanger Ausschau kürzlich eine 3200 Quadratmeter große Streuobstwiese von einem Bad Nauheimer Ehepaar gekauft. Die Eigentümer fanden die Absichten des NABU Ober-Mörlen, dort Hochstämme zu pflanzen und den vorhandenen Baumbestand zu sanieren, für so sinnvoll, dass sie das Grundstück zu dem Preis dem NABU Ober-Mörlen übereigneten, den sie vor vielen Jahren selbst für den Kauf gezahlt hatten. Der NABU Ober-Mörlen will mit seiner Initiative den Bottenberg als Streuobstareal und Lebensraum für Pflanzen und Tiere erhalten. Gefördert werden soll auch der Erhalt alter standorttypischer Obstsorten durch Nachpflanzung. Den vielen Grundstückseigentümern am Bottenberg und den dort Grünland bewirtschaftenden Landwirten soll ein Beispiel und Ansporn gegeben werden, wieder ihre Bäume zu pflegen bzw. neue Bäume zu pflanzen und schließlich gilt es auch, das Landschaftsbild am Eingangstor zum Taunus zu erhalten.

 

Auf dem 180 m langen und 18 m breiten Grundstück stehen 11 Bäume unterschiedlichen Alters und Erhaltungszustands, die mit einem intensiven Erhaltungsschnitt wieder fit gemacht werden müssen; einige davon sind aber abgängig. Diese Exemplare werden nicht beseitigt, sie dienen als Lebensraum für Höhlenbrüter, Insekten und Nager. Die NABU-Aktiven Klaus Spieler und Hans-Josef Rauch hatten sich nach dem Kauf sofort daran gemacht, die Wiese mit den genauen Standorten der Bäume zu vermessen und die Pflanzstellen zu markieren. Es ist Platz für insgesamt 22 Neuanpflanzungen, wenn der Grenzabstand von 4 Metern und ein Abstand zwischen den Bäumen von 10 Metern eingehalten wird. Wegen des Arbeitsanfalls und der notwendigen Finanzmittel ist die Bepflanzung auf 2016 und 2017 hälftig verteilt.

 

Mitte November rückte der Bagger an und hob 11 Pflanzlöcher aus. Die Entscheidung, das nicht per Hand mit dem Spaten zu machen, war richtig, weil das Volumen der Löcher mit 80 cm x 80 cm und einer Tiefe von 65 cm reichlich bemessen und auch nicht absehbar war, ob nur Löß oder auch steiniger Untergrund zum Vorschein kommen würden. 

 

Am Samstag vorvergangener Woche wurden die 11 Hochstämme gepflanzt. Neben den NABU-Aktiven nahmen noch drei in Ober-Mörlen untergebrachte Flüchtlinge teil, die auch schon bei der Apfelernte im Naturschutzgebiet Magertriften unterstützt hatten. Beschafft wurden die Jungbäume über die vom NABU Ober-Mörlen seit bald 30 Jahren organisierte Aktion Streuobstwiesen, das heißt, wie jeder andere Interessent auch, hat der NABU Ober-Mörlen nur 20 Euro für den Jungbaum einschließlich Drahthose, Pfahl und Bindestrick bezahlt. Der überaus günstige Preis ist möglich, weil die Gemeinde Ober-Mörlen sich mit der Hälfte am Kaufpreis beteiligt, sie trägt also dankenswerterweise die "anderen" 20 Euro. Bei den Sorten ist darauf geachtet worden, dass sie mit dem Klima und der Bodenbeschaffenheit am Bottenberg klar kommen. Unter anderem wurden gesetzt: der gestreifte Matapfel, die äußerst seltene Frankfurter Pfirsichzwetsche und der Allendorfer Rosenapfel. In einem Jahr wird es wieder einen vergleichbaren Arbeitseinsatz am Bottenberg geben, dann werden weitere 11 Jungbäume gepflanzt.

Gutschein an Flüchtlingshilfe übergeben (02.11.2016)

Hans-Josef Rauch (re.) Mitglied des Teamvorstands im NABU Ober-Mörlen übergibt die Spende an Arnold Czmok (li.) von der Flüchtlingshilfe
Hans-Josef Rauch (re.) Mitglied des Teamvorstands im NABU Ober-Mörlen übergibt die Spende an Arnold Czmok (li.) von der Flüchtlingshilfe

Die Apfelsaison 2016 ist für den NABU Ober-Mörlen abgeschlossen. Es lief in diesem Jahr besonders gut, weil bei den vier Leseterminen das Wetter mitspielte und was noch wichtiger war: Bei drei Terminen hatten wir breite Unterstützung durch Flüchtlinge, die dafür sorgten, dass die Apfelernte nach spätestens zwei Stunden eingebracht war (siehe auch unseren Bericht unten vom 28.09.2016). Der Vorstand beschloss einstimmig, den Erlös der letzten gemeinsamen Lese der Flüchtlingshilfe zu spenden. Die Übergabe erfolgte auf Vorschlag der Betreuer in der Flüchtlingsunterkunft, damit sich die NABU-Mitglieder selbst ein Bild von den aktuellen Lebensbedingungen der Flüchtlinge machen konnten. Arnold Czmok von der Flüchtlingshilfe nahm die Spende entgegen. Hans-Josef Rauch, Mitglied des NABU-Teamvorstands betonte bei der Übergabe, dass der überreichte Geldbetrag zu großen Teilen eine Anerkennung für die geleistete Unterstützung bei der Apfelernte darstellt. Das Geld fließt in einen Topf für die Einrichtung und den Unterhalt von Internetanschlüssen in den vier Flüchtlingsunterkünften in Ober-Mörlen und Langenhain. Betreuer Dirk Bettermann ist zur Zeit dabei, hierfür bei verschiedenen Institutionen weitere Spenden zu akquirieren. 

Die afghanischen Köche Fahim (li.) und Sherzad bei der Zubereitung der Teigtaschen
Die afghanischen Köche Fahim (li.) und Sherzad bei der Zubereitung der Teigtaschen

Nach der formalen Spendenübergabe baten die Flüchtlinge an den großen Tisch, gereicht wurden leckere selbstgebackene Teigtaschen, die mit verschiedenen Gemüsen gefüllt waren. In Afghanistan, dem Heimatland fast aller Flüchtlinge in dieser Unterkunft, gehören sie zu den Nationalspeisen. Berührungsängste zwischen Flüchtlingen und ihren Gästen gab es nicht, man kannte sich ja aus den Einsätzen auf der Streuobstwiese. Trotzdem waren tiefgreifende Meinungsaustausche wegen fehlender Sprachkenntnisse kaum möglich. Dirk Bettermann kannte die Lebensläufe der jungen Männer und ihre Situation im Asylverfahren. Er schilderte eindrucksvoll ihre Ungewissheit über die nähere Zukunft. Die Betreuer unterstützen die Flüchtlinge bei Behördengängen, formulieren Anträge, erledigen Fahrdienste, sorgen dafür, dass die jungen Männer an Deutschkursen teilnehmen, halten Kontakt mit dem Sachbearbeiter bei der Gemeinde, knüpfen Kontakte zu Vereinen (z.B. spielen einige junge Männer Volleyball in Nieder-Mörlen), arrangieren Treffen mit den Einheimischen und vieles mehr. Und daraus ergab sich auch der Eindruck für uns nach Ende des Treffens. Die Flüchtlinge sind in Ober-Mörlen verhältnismäßig gut untergebracht und werden vorbildlich betreut. Was aber ist, wenn die Ehrenamtlichen ihre Engagements nicht mehr aufrecht erhalten können? Man kann nur hoffen, dass dieser Fall nicht eintritt.

 

Ältere Berichte finden Sie hier

Fotografiert von unseren Mitgliedern

Grünspecht
Grünspecht
Goldammer in den Magertriften
Goldammer in den Magertriften
Moschusmalve
Moschusmalve
Hornissenschwebfliege, ca. 2 cm
Hornissenschwebfliege, ca. 2 cm
Nachtfalter Brauner Bär
Nachtfalter Brauner Bär
Buchfink auf Futtersuche
Buchfink auf Futtersuche
Vogelfutter im eisigen Februar
Vogelfutter im eisigen Februar
Pflückreife Äpfel (Vereinswiese)
Pflückreife Äpfel (Vereinswiese)
Azurjungfern machen Hochzeit
Azurjungfern machen Hochzeit
Kaisermantel (weibl.)
Kaisermantel (weibl.)
Schwalbenschwanz
Schwalbenschwanz
Augentrost
Augentrost
Speierlinge
Speierlinge
Schlüsselblumen
Schlüsselblumen
Schnecke auf Apfel
Schnecke auf Apfel
Kirschpflaumen (Myrobalane)
Kirschpflaumen (Myrobalane)
Baumpilz
Baumpilz
Achateule
Achateule