Willkommen beim NABU Ober-Mörlen

Aktuelles

Ehrenamtspreis der Gemeinde Ober-Mörlen für die NAJU Ober-Mörlen (12.01.2018)

Freitag, der 12.01., war ein erfreulicher Tag für den NABU Ober-Mörlen und die Natur-schutzjugend NAJU. Anläßlich des Neujahrsempfangs überreichte Bürger-meister Wetzstein den Jugendbetreuern Kevin Knapp, Nils Franke und in Abwesen-heit Steffen König den Ehrenamtspreis. Zuvor hatte der Vorsitzende der Gemeinde-vertretung, Gottlieb Burk, die Wichtigkeit des ehrenamtlichen Engagements betont und die Aktivitäten der Jugendgruppe aufgezählt. Jugendarbeit war von Anfang an ein wichtiges Thema für den Verein, auch die drei Preisträger haben als Kinder an den Gruppenstunden teilgenommen und sind im Laufe der Jahre u. a. mit Unter-stützung durch Gudrun Radermacher, die im Vorstand für die Jugendarbeit zuständig ist, in ihre Aufgaben "hineingewachsen". Der Vorstand dankt den Gemeindegremien für die Auszeichnung, die den Preisträgern Anerkennung für die geleistete Arbeit und Motivation für die Zukunft bedeutet. Mehr Informationen zur Verleihung des Ehrenamtspreises enthält beigefügter Artikel aus der Wetterauer Zeitung, die der Veröffentlichung auf unserer website zugestimmt hat. 

 

Näheres zu unseren Terminen und denen der benachbarten NABU-Gruppen

finden Sie hier

 

 

Details zur Streuobst-Wanderung am 29.04. finden Sie hier

 

Berichte und Bilder

 

Aktuelle Fotos vom Naturschutzgebiet Magertriften finden Sie hier

Streuobstseminar (24.02.2018)

Der Begriff Streuobstseminar wird gelegentlich als zu bedeutungsvoll empfunden, aber die 24 Teilnehmer an dieser Veranstaltung sahen das nach Abschluss des Tages sicherlich anders. Der Referent, Diplom-Agraringenieur Michael Lehmann, bot am Morgen zweieinhalb Stunden Theorie. Er ging auf das richtige Pflanzen eines Hochstammsetzlings ein und erläuterte die Wuchs- und Schnittregeln, die für den Erhalt der Bäume wichtig sind. Alle Phasen im Leben eines Obstbaums wurden besprochen, ebenso die Unterschiede zwischen den Obstarten und die Bedeutung des Schnittzeitpunkts. Die Teilnehmer konnten mitschreiben und Fragen stellen. In einem Vortragsraum klappt so etwas besser als auf der freien Wiese. Vereinsmitglied Klaus Spieler griff ein aktuelles Problem auf: die Mistel. Früher eine Seltenheit, schädigt sie nun die Obstbäume, aber auch andere Laubbäume, in bedrohlichem Ausmaß. K. Spieler beschrieb, wie sich die Mistel verbreitet und wie sie zu bekämpfen ist. Wachsen die Misteln im äußeren Kronenbereich, werden sie samt Ast mit einem Rückschnitt bis zur nächstgelegenen Gabelung entfernt. Bei tragenden Leitästen ist dies nicht möglich. Hier kann man die Misteln nur immer wieder abschneiden, um die Beerenbildung zu verhindern.

 

Nach der Mittagspause folgten zweieinhalb Stunden praktische Übungen auf der NABU-eigenen Streuobstwiese am Bottenberg. Neben Michael Lehmann leiteten die Experten des NABU Ober-Mörlen die Kleingruppen an. Der Schwerpunkt lag auf dem Schnitt alter Apfel- und Zwetschenbäume, die seit Jahren nicht mehr gepflegt worden waren. Unsere Absicht, den Pflanzschnitt an den vielen neu gesetzten Bäumen zu üben, konnten wir wegen der herrschenden Kälte und der damit verbundenen Gefahr von Frostschäden an den Schnittstellen nicht realisieren. Das Streuobstseminar 2019 wird vom Nachbarverein NABU Bad Nauheim im Ortsteil Nieder-Mörlen veranstaltet werden. Interessenten können zu gegebener Zeit unter www.nabu-bad-nauheim.de nähere Informationen finden.

Der Verbuschung der Lehmkaute entgegengewirkt (24.01.2018)

Bei unserem Pflegeeinsatz auf der „Lehmkaute“ ging es darum, Gehölzaufwuchs zu entfernen. Die frühere Lehmgrube wurde in der Nachkriegszeit als Deponie genutzt und in den 1980er-Jahren mit Erde abgedeckt und teilweise bepflanzt. Die Mischung aus Offenflächen, einzelnen Sträuchern und dichteren Gehölzbeständen stellt ein großartiges Refugium für Schmetterlinge, Wildbienen, Blütenpflanzen, Rehe und vieles mehr dar. Zahlreiche Vogelarten wie Goldammer, Nachtigall und Rebhuhn konnten die Naturschützer feststellen. Nun wächst das Biotop aber immer schneller zu und verliert dadurch an Wert. Damit die Artenvielfalt erhalten bleibt, müssen die Freiflächen offengehalten und Gehölze auf Stock gesetzt werden. So machten sich sechs Aktive mit Freischneidern, Motorsägen und Astscheren ans Werk (siehe Foto) und stellten einen circa 700 qm großen verbuschten Bereich frei. Angesichts der Gesamtgröße der drei Hektar großen gemeindeeigenen Fläche sind in den nächsten Jahren aber umfangreichere und wiederkehrende Arbeiten nötig. Daher wünscht sich der NABU von der Gemeinde Ober-Mörlen, dass diese angesichts der Bedeutung dieses Biotops entsprechende Maßnahmen in die Wege leitet.

Pflege des Heidekrauts (13.01.2018)

Schutzgebietsbetreuer Maximilian Burk hatte vergangenen Samstag zum Arbeitseinsatz in das Naturschutzgebiet Magertriften eingeladen. Auf der alten Weinstraße, Höhe gelber Berg, gibt es ein Areal, auf dem Heidekraut wächst. Um das Überwuchern des Heidekrauts durch andere Pflanzen zu vermeiden, sind zwei Maßnahmen erforderlich: Erstens Schafbeweidung und zweitens die manuelle Beseitigung von Pflanzen, die von den Schafen verschmäht wurden. Im wesentlichen waren das Ginster, wilde Rosen, Brombeere, Weißdorn und Schwarzdorn. Elf Männer und eine Frau (vom NABU und den Landschaftspflegefirmen Antony, Burk und Weißelberg) machten sich mit Spitzhacke und Spaten daran, das Heidekraut nach diesen Wuchskonkurrenten zu durchsuchen und sie zu entfernen. Am einfachsten geht das durch Abhacken über der Erde. Das ist aber nicht angeraten, weil die gekappten Pflanzen in kurzer Zeit nachwachsen. Nachhaltig ist die Arbeit nur dann, wenn die Wurzel gezogen wird, was im Einzelfall recht anstrengend sein kann. Nach etwas über zwei Stunden war die Arbeit getan. Um Abfuhrschäden zu vermeiden, wird das Schnittgut erst beseitigt, wenn der Boden trocken ist.

Wanderung zwischen den Jahren (29.12.2017)

Wer eine Wanderung rund um Dorheim plant, kommt rasch in Erklärungsnöte. Wer allerdings schon eine gemacht hat, wie die Ausflügler des NABU Ober-Mörlen, kann mit Überzeugung von einer abwechslungsreichen Landschaft berichten. Es gibt dort neben den wetterautypi­schen großen Ackerflächen auch die Bachaue der Wetter sowie große Streuobstareale, die sich an den nordwestlich und südöstlich gelegenen Höhenzügen erstrecken. Matthias Möbs hatte die Planung und auch die Wanderführung übernommen und ging mit den 17 Teilneh­mern vom Bahnhof Dorheim über die Alte Bergwerkstraße Richtung Osten. Der Straßenname gibt einen Hinweis auf die bergbauliche Vergangenheit des Dorfes. Dort wurde, wie in etli­chen Wetteraugemeinden von Ossenheim bis Wölfersheim, im 19. Jahrhundert Braunkohle unter Tage gefördert; später ist mit entsprechendem Maschineneinsatz Tagebau betrieben worden, jedoch nicht in Dorheim.

 

Zwischen Dorheim und Bauernheim befindet sich das Streuobstgebiet „Roter Berg“, das auch als Naherholungsgebiet dient und beim Durchwandern von den fachkundigen Teilnehmern in seinem Zustand als repräsentativ eingeschätzt wurde: Sehr viele alte abgängige Bäume, aber auch Neuanpflanzungen, die allerdings die Verluste nicht wettmachen können. Unterhalb der Streuobstwiesen im Tal der Wetter breitet sich das Naturschutzgebiet "Am Hechtgraben bei Dorheim" aus. Robert Scheibel gab die naturkundlichen Informationen: Einst schlängelte sich der Hechtgraben in Kurven durch ein breites, natürliches Bachbett, Anfang des 20. Jahrhun­derts wurde der Hechtgraben in ein gerades Bachbett gezwungen. Die Wiesen verloren einen Teil ihrer Feuchtigkeit. Nach der Renaturierung wachsen auf den Wiesen nun wieder die sel­tene Prachtnelke, die Trollblume und der Teufelsabbiss. Das Gebiet umfasst auch ein Schilfröhrichtareal, Lebensraum für Teichrohrsänger und Rohrammer. Die Wanderer näherten sich nun entlang der Wetter wieder der Gemeinde, machten jedoch vor dem Mittagessen Sta­tion an der Dorheimer Kirche, deren wechselvolle Geschichte Matthias Möbs vorstellte. Da­nach ging es weiter zum Dorheimer Schloss, das durch seine herrschaftliche Anmutung und Einbettung in einen großen Park beeindruckte.

 

Der nachmittägliche Verdauungsspaziergang führte vom Restaurant Thüringer Haus entlang der Wetter zum Sauerbrunnen, dem geeigneten Ort für das unentbehrliche Gruppenfoto. Nach Überqueren der Verbindungsstraße Dorheim - Schwalheim mündete der Weg in das Streu­obstgebiet "Am Wingert", auf dem unser Partnerverein NABU Friedberg einen Streuobst-Erlebnispfad eingerichtet hat. Auffällig sind dort Nachpflanzungen im großen Stil, die als Ausgleichmaßnahmen zum Bau der Umgehung Dorheim (B455) entstanden sind. Das Gebiet "Am Wingert" war auch Standort der letzten Exemplare des Apfelbaums Dorheimer Streif­ling. Rechtzeitig konnten von den verbliebenen Bäumen soviel Reiser geschnitten werden, dass neuerdings Jungbäume dieser Sorte über Baumschulen angeboten werden. Am Vormittag profitierten die Wanderer noch vom nächtlichen Frost, der die Pfade trittfest gemacht hatte. Nun auf dem Rückweg zum Parkplatz bereiteten die aufgeweichten Untergründe Mühe, aber Ausrutscher hat es nicht gegeben. Die vormittägliche Tour hatte eine Länge von 6,1 Kilometern, am Nachmittag waren es nochmal 4,9 Kilometer. 

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Streuobstwiese jetzt komplett (18.11.2017)

Seit 30 Jahren bietet der NABU Ober-Mörlen über die Aktion Streuobstwiesen hochstämmige Obstbaumsetzlinge zu sehr günstigen Preisen an, wenn die Pflanzung in der Gemarkung außerhalb der bebauten Zone auf einem nicht eingezäunten Grundstück erfolgt. In diesem Jahr konnten wieder über 90 Bäume an die Besteller ausgeliefert werden.

 

Zum zweiten Mal nutzten wir die eigene Bestellaktion in größerem Umfang und orderten 12 Bäume für die Wiederherstellung unserer Streuobstwiese am Bottenberg. Dieses Grundstück hatten wir im letzten Jahr gekauft, um den Bottenberg durch Neuanpflanzungen als Streuobstareal aufzuwerten. Zwar haben dort einige Grundstücksbesitzer in jüngster Zeit Obstbäume gepflanzt, aber insgesamt ist der Bestand sehr lückenhaft, oft ungepflegt und überaltert. Die erste Baumreihe auf dem Neuerwerb wurde bereits im letzten Jahr angelegt.

 

Am Samstag, 18.11., hatten wir zur Pflanzaktion für die zweite Baumreihe eingeladen, 9 Aktive machten sich an die Arbeit. Tage zuvor waren die Pflanzlöcher von einem Bagger ausgehoben worden. Mit der Maschine sah dieser Arbeitsschritt sehr leicht aus, der Baggerlöffel grub sich mühelos drei bis viermal in das Erdreich, schüttete den Aushub neben das Loch - und fertig war die Pflanzstelle. Der umgekehrte Weg, das schlammige Erdreich mit Schaufel und Spaten wieder in das Loch zu bekommen, erwies sich als eine wahre Plackerei. Doch zunächst mussten in jedes Loch zwei Pfähle eingeschlagen werden, dazwischen wird der Setzling positioniert. Diese aufwändige Sicherung wurde gewählt, um den Baum besser vor Beschädigungen durch Kreiselmäher oder Mähbalken zu schützen. Wichtig war das begleitende Einschlämmen des Wurzelwerks beim Verfüllen des Pflanzlochs, dafür standen pro Setzling 30 L Wasser in Kanistern bereit. Das Anbinden des Setzlings zwischen den Pfählen mittels eines Kokosstricks war Expertenarbeit, Mirko Franz von der Bad Nauheimer Ortsgruppe und Christian Nadler zeigten dabei ihr besonderes Geschick. Nächster Arbeitsschritt war das Anbringen der Drahthosen, die als Verbissschutz unbedingt notwendig sind. Üblicherweise erfolgt dann der sogenannte Pflanzschnitt, mit dem die Krone in die erste Wuchssaison startet. Den haben die Aktiven aber nicht gemacht, das wird den Teilnehmern des Streuobstseminars am 24.02.2018 überlassen, die dort den praktischen Teil unter fachkundiger Anleitung absolvieren werden. (Näheres zu dieser Veranstaltung erfahren Sie zu gegebener Zeit auf dieser Website).

 

Nach vierstündigem Einsatz endete die Pflanzaktion auf dem Bottenberg mit einem Stehimbiss für die Obstbaumpflanzer. Gereicht wurde Kürbissuppe mit kräftigender Wursteinlage und anschließend gab es Apfelkuchen und Kaffee.

 

Ältere Berichte finden Sie hier

Fotografiert von unseren Mitgliedern

Kleiner Weinschwärmer (Nachtfalter)
Kleiner Weinschwärmer (Nachtfalter)
Grünspecht
Grünspecht
Goldammer in den Magertriften
Goldammer in den Magertriften
Moschusmalve
Moschusmalve
Hornissenschwebfliege, ca. 2 cm
Hornissenschwebfliege, ca. 2 cm
Brauner Bär (Nachtfalter)
Brauner Bär (Nachtfalter)
Buchfink auf Futtersuche
Buchfink auf Futtersuche
Vogelfutter im eisigen Februar
Vogelfutter im eisigen Februar
Pflückreife Äpfel (Vereinswiese)
Pflückreife Äpfel (Vereinswiese)
Azurjungfern machen Hochzeit
Azurjungfern machen Hochzeit
Kaisermantel (weibl.)
Kaisermantel (weibl.)
Schwalbenschwanz
Schwalbenschwanz
Augentrost
Augentrost
Speierlinge
Speierlinge
Schlüsselblumen
Schlüsselblumen
Schnecke auf Apfel
Schnecke auf Apfel
Kirschpflaumen (Myrobalane)
Kirschpflaumen (Myrobalane)
Baumpilz
Baumpilz
Achateule (Nachtfalter)
Achateule (Nachtfalter)