Die im NABU organisierte Naturschutzgruppe Ober-Mörlen möchte Menschen dafür begeistern, sich durch gemeinschaftliches Handeln für die Natur einzusetzen. Wir wollen, dass auch kommende Generationen eine Erde vorfinden, die lebenswert ist, die über eine große Vielfalt an Lebensräumen und Arten, sowie über gute Luft, sauberes Wasser, gesunde Böden und ein Höchstmaß an endlichen Ressourcen verfügt.
Die Naturschutzgruppe Ober-Mörlen setzt sich auf vielfältige Weise für diese Ziele ein. Zu unserer Arbeit gehören praktische Maßnahmen wie Landschaftspflege, Vorträge, Exkursionen in die Natur und eine intensive Jugendarbeit.
Mitglieder können das Protokoll der Jahresversammlung 2012 als pdf-Datei bestellen. Kurze Mail an info@nabu-ober-moerlen.de genügt.
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Der Vereinsausflug gehört zum deutschen Vereinswesen, wie die Butter zum Brot. Damit aus einem solchen Ereignis auch ein Erfolg wird, beherzigen wir folgende Regeln: Mindestens ein Ziel ansteuern, das nichts mit dem Thema Natur zu tun hat. Mindestens ein Ziel ansteuern, das genau dieses Thema behandelt – aber in allgemeinverständlicher Form. Und die wohl wichtigste Regel, über deren Einhaltung aber außerhalb des Vereins entschieden wird: Gutes Wetter sorgt für Zufriedenheit und Erlebniswert.
Am Morgen brachte der Bus die Ausflügler zunächst zur Mathildenhöhe in Darmstadt. Das ist das Zentrum des Jugendstils in Deutschland; bekanntestes Bauwerk ist der Hochzeitsturm, der aber wegen Renovierungsarbeiten nur teilweise zugänglich war. Eine Stunde lang wurden die Ausflügler in zwei Gruppen von fachlich sehr versierten Frauen über das Gelände und durch verschiedene Häuser geführt. Wer den Sprudelhof und die Badehäuser samt Einrichtung in Bad Nauheim kennt, dem kam vieles sehr vertraut vor. Die Erfahrung, dass eine gute Führung tiefere Einblicke und Kenntnisse vermittelt als mehrere Spaziergänge über die Mathildenhöhe, teilten viele der Ausflügler.
Von Darmstadt aus war es nur ein Katzensprung zu der sieben Kilometer entfernten Grube Messel. Das Weltnaturerbe durchwanderten wir unter Leitung eines Biologen. Entlang der Straße, die hinab zur Grubensohle und auf dieser entlang führt, machte er an Infoständen halt und erklärte die erdgeschichtlichen Zusammenhänge. Aus eigens dafür aufgestellten Containern wurden Exponate entnommen und uns vorgestellt. Kleinere Fossilien in Ölschiefer sind von Hand zu Hand durch die Gruppe gereicht worden. Heiterkeit erregte die Präsentation eines Urpferdchens aus Plastik in Lebensgröße, über das allerhand lustige Bemerkungen gemacht wurden. Leider bestand keine Möglichkeit, Ausgrabungsarbeiten beobachten zu können. Einige Teilnehmer lösten sich aus der Gruppe und gingen eigenständig zu einer Grabungsstelle. Hoffentlich wurde das von offizieller Seite bemerkt, denn die Führungen lassen sich noch entsprechend erweitern. Die thematische Fixierung auf die Zeit vor 47 Millionen Jahren hat auch verhindert, dass Flora und Fauna der Gegenwart ausreichend erläutert wurden. Lautes Froschgequake und die Beobachtung eines Neuntöters zeigten jedenfalls, dass die heutige Grube ein interessanter Lebensraum ist. Nach der zweistündigen Führung konnte noch die Ausstellung im Empfangsgebäude besucht werden.
Nächste Station war Seligenstadt, dort war kein gemeinsamer Programmpunkt vorgesehen. Die Ausflügler verteilten sich auf den sehenswerten Klostergarten und die Altstadt; Cafes und Eissalons wurden rege frequentiert. Die vorletzte Etappe führte nach Altenstadt-Enzheim zum Abendessen mit der Gelegenheit zu guten Unterhaltungen. Ein Thema war dann sicher auch die Bewertung des abgelaufenen Tags, und die war durchweg positiv. Das Wetter hatte gehalten, es war trocken geblieben, das von Hans-Josef Rauch zusammengestellte Programm war abwechslungsreich und überforderte weder körperlich noch thematisch. Somit hat der Vorstand die Aufgabe, auch künftig einen Vereinsausflug anzubieten.
Die Ausflügler haben die Möglichkeit, alle Fotos hier zu sehen.
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