Nicht mehr ganz aktuell, aber noch interessant

Vereinswanderung zwischen den Jahren (28.12.2018)

Nachdem in den vergangenen beiden Jahren die Winterwanderungen des NABU Ober-Mörlen im Flachland der Wetterau stattfanden, ging es in diesem Jahr wieder einmal in den nahen Taunus. War das Wetter beim Treffpunkt an der Usatal-Halle in Ober-Mörlen noch recht nebelig und ungemütlich, zeigte sich dann beim Start am Römerkastell Saalburg bereits die Sonne. Nach wenigen Gehminuten erreichte die 16-köpfige Wandergruppe den Nachbau des Palisadenzaunes, der die Grenze des Römischen Reiches im damaligen Germanien markierte. Der heute ins Weltkulturerbe der UNESCO aufgenommene Limeswall ist an vielen Stellen im Gelände auf seinem ca. 550 km langen Verlauf noch deutlicher erkennbar als die ehemals so unüberwindbare innerdeutsche Zonengrenze. Weiter ging es in Richtung Hessenpark, wo eine Besichtigung des historischen Marktplatzes leider nicht möglich war, da die gesamte Anlage zwischen den Jahren geschlossen hatte. Besondere Aufmerksamkeit erregte ein seltenes Naturphänomen am Wegesrand, das nicht allen Mitwanderern bekannt war: An abgestorbenem Holz hatte sich sogenanntes „Haareis“ gebildet. Dabei entstehen feine Eisnadeln am morschen, feuchten Holz, die aus dem im Holz selbst enthaltenen Wasser und nicht aus der normalen Luftfeuchte stammen. Ein holzabbauender, winteraktiver Pilz ist für diese Vorgänge verantwortlich (siehe Foto).

 

Gut gestärkt nach einem reichlichen Mittagessen im beliebten Gasthof Talmühle, dem letzten Rest eines im Mittelalter aufgegebenen Dorfes, ging es an die zweite Etappe der Wanderung. Nach einem kurzen, etwas anspruchsvolleren Anstieg durch einen Fichtenwald - es mussten auch einige quer über den Weg liegende Stämme überwunden werden – gelangte die Wandergruppe wieder auf einen befestigten Forstweg. Informationstafeln des hier verlaufenden Taunuslehrpfades gaben interessante Einblicke in die Waldentwicklung und die Entstehung des Mittelgebirges. So hat der Taunus als Teil des Rheinischen Schiefergebirges seinen Anfang bereits im Erdzeitalter Devon genommen, u.a. durch Kontinentalverschiebungen bei der Bildung der Urkontinente, anschließender Ablagerungen von Gesteinsschutt im Meer und danach erneuter Auffaltung durch zusammenstoßende Kontinentalplatten. Ursprünglich war das Gebirge nach seiner Entstehung zwischen 2500 bis 3000 m hoch. Die höchste Erhebung heute im Feldberg mit 878 m fällt im Vergleich dazu recht bescheiden aus. Nach 13 km Wanderstrecke erreichte die Gruppe dann wieder nach einer interessanten und nicht allzu anstrengenden Tour  den Ausgangspunkt an der Saalburg.

Eine Tonne Äpfel in 2 Stunden 20 (10.09.2018)

"In der Gruppe geht das Apfellesen richtig flott und macht auch Spaß" sagt der NABU in seinem Aufruf zur Teilnahme an der Obsternte 2018 - und so war es auch am vergangenen Montag, dem ersten diesjährigen Lesetermin. Fünf Aktive haben in etwas mehr als zwei Stunden exakt 1000 kg Fallobst auf der Vereinswiese im Naturschutzgebiet Magertriften gelesen. Obwohl es sich bei dem Aufsammeln der Äpfel um konzentriertes Arbeiten handelt, sind gute Gespräche möglich und man kann sich abstimmen. Der eine trägt die vollen Körbe zum Anhänger und leert sie, der andere bevorzugt in der Hocke zu bleiben und die bereitgestellten Körbe zu füllen. Zufrieden waren an diesem Tag der Betreuer der Vereins-Streuobstwiesen (auf dem Foto links) und der Kassenwart (auf dem Foto rechts), die sich über die Einnahmen freuen, die wieder in die Pflege der Streuobstwiese fließen. Aber nicht nur der NABU Ober-Mörlen ist der Ansicht, dass die regionalen Keltereien viel zu wenig für das angelieferte Obst bezahlen.

Ungewohnter Arbeitseinsatz - Astbruch verhindern (15.08.2018)

Mitte August haben wir auf unserer Vereins-Streuobstwiese den Behang der Apfelbäume reduziert, weil viele Bäume - im wahrsten Sinne des Wortes - brechend voll Früchte hingen. Es kommt hinzu, dass die Äpfel bis zur Erntereife noch wachsen und somit an Gewicht zulegen. Die Wasserlast und die Windböen des nächsten Gewitters (auf Niederschlag warten wir händeringend) lassen dann die Äste brechen. Die Überlast führt häufig zum Bruch der Leitäste unmittelbar am Stamm. Die Bruchstelle ist dann Eintrittspforte für Krankheitserreger; das führt zum Siechtum des Baums. Überlebt er, dann zeigt er eine lückenhafte Krone und neigt sich in vielen Fällen zur Seite. 

 

Mit Schüttelstangen haben unsere Aktiven die betroffenen Bäume von einem Teil ihrer Last befreit. Dabei achteten sie darauf, die Rinde nicht zu verletzen oder gar mit dem Schütteln einen Bruch zu provozieren, der ja dauerhaft verhindert werden soll. Für die Leserinnen und Leser dieses Berichts soll das keine Anleitung sein, bei vollhängenden Bäumen in gleicher Weise zu verfahren. Alternativ ist zu prüfen, ob den betroffenen Bäumen nicht mit Stützen geholfen werden kann. Die Stütze aus aus einer Holzstange mit einer Querlatte am oberen Ende wird unter den angehobenen belasteten Ast gestellt. Wichtig ist eine weiche Auflage, z.B. ein Schwamm, zwischen Stütze und Ast, damit die Rinde heil bleibt.

Wir haben beim Pfarrfest mitgemacht (30.06.2018)

Für Sommerfeste gibt es in Ober-Mörlen keine bessere Lokation als den idyllischen Pfarrgarten am Kirchplatz, dort waren wir beim Pfarrfest am 30.06. mit einem eigenen Stand vertreten. Mit der Katholischen Kirchengemeinde kooperieren wir seit vielen Jahren, neben der hier besprochenen Teilnahme am Pfarrfest unterstützt der NABU bei der Pflege des Baumbestands in den Pfarrgärten (Neuanpflanzungen, fachgerechter Schnitt), und – ausgelöst durch eine Taubenplage – bauten wir für Turmfalken und Schleiereulen im Kirchturm Nistkästen ein und betreuten sie über mehrere Jahre. Leider blieb es bisher bei einem Brutversuch des Turmfalken.

 

Früher feierte die Katholische Kirchengemeinde das Pfarrfest im Herbst, da war unser Angebot klar: Wir informierten über Streuobst, Kürbiswaffeln wurden gebacken, und mit der transportablen Kelteranlage pressten wir vor Ort mit Hilfe der begeisterten Kinder Apfelmost. Den konnten dann alle Gäste gegen geringes Entgelt genießen – dieses Angebot war seinerzeit ein Renner.

 

In diesem Jahr drehte sich an unserem Stand alles um "Blühende Gärten für Wildbienen, Schmetterlinge & Co". Dieses Thema ist wegen des festgestellten Rückgangs der Insektenbestände hochaktuell. Zusätzlich zeigten wir auf Schautafeln Informationen über die seitherige Arbeit unseres Vereins, der in diesem Jahr auf ein 40-jähriges Bestehen als Naturschutzgruppe Ober-Mörlen und seit 2013 als Ortsgruppe im NABU zurückblicken kann.

 

Zum Thema "Blühende Gärten" formten unsere Jugendlichen Marvin Kössler und Thorben Steuerwald mit den Standbesuchern, vorzugsweise Kindern, tischtennisballgroße Kugeln aus Lehm, Erde und Blumensamen (siehe Foto). Mindestens zur Hälfte mit Erde bedeckt eingepflanzt, wachsen aus diesen Kugeln Ringelblumen, Kornblumen, Mohn, Malve, Sonnenblumen und weitere Pollen- und Nektarspender.

 

Von den blühenden Pflanzen profitieren dann zum Beispiel die solitär lebenden Wildbienen – und auch die benötigen eine Möglichkeit, ihre Brut abzulegen. Dafür konnten die Besucher an unserem Stand Nisthilfen basteln. Aus einer Schilfrohrmatte hatte der NABU schon Streifen in der Größe 25x80 cm abgetrennt, die von den Interessenten aufzurollen waren (siehe Foto). Damit das Schilfbündel die Form bewahrt, wurde es stramm mit einem Bindedraht umwickelt. Die losen Drahtenden dienen zur Aufhängung, die an einem trockenen Platz erfolgen sollte. Das Basteln der Nisthilfen war als Angebot für die Kinder gedacht, weckte überraschend auch die Neugier vieler Erwachsener, die darüber erstaunt waren, mit welch einfachen Mitteln ein wirkungsvoller Beitrag für den Erhalt der Natur geleistet werden kann.

 

Imker Reinhold Witzel zeigte eine Foto-Beute und informierte über die Bienen und den dafür notwendigen Lebensraum. Mit Beute bezeichnen die Imker die Behälter, die dem Laien am ehesten als Bienenstock bekannt sind. In solch eine Beute werden mehrere Rahmen eingelassen, in die Bienen dann die Waben einbauen. Statt der Waben waren Fotos eingelegt, die aus der Distanz betrachtet, kaum von einem natürlichen Besatz zu unterscheiden waren (siehe Foto). Bei den Sommertemperaturen hätte Reinhold Witzel die Bienen nicht in einer Beute einsperren können, und wenn man sie fliegen lässt, müssen sie mehr als drei Kilometer vom alten Aufstellungsort entfernt sein, sonst kehren sie dorthin zurück.

 

Klaus Spieler, der in Personalunion auch für den BUND auftrat, warb für terra preta (schwarze Erde). Er produziert aus Holzabfällen, z.B. Schnittgut das bei der Obstbaumpflege anfällt, Holzkohle und mischt sie unter den Kompost. Dort lädt sie sich mit Nährstoffen auf. Der mit Holzkohle durchmischte Kompost hat hohe Düngewirkung und ist gut im Garten verwendbar.

 

Der NABU wertet die Teilnahme am Pfarrfest als Erfolg. Ausschlaggebend war die richtige Themenauswahl. Gerne hätten die Aktiven mit mehr Kindern im Grundschulalter Nisthilfen gebastelt oder Samenkugeln gerollt, aber das heiße Wetter und die Ferienzeit waren wohl dafür verantwortlich, dass der Zuspruch durch diese Altersklasse sehr übersichtlich war. 

Vogelstimmenwanderung 2018 (13.05.2018)

Unser Ornithologe im Verein, Klaus Nadler, durchstreift seit 60 Jahren die Gemarkung Ober-Mörlen. Er ist also nicht nur der Fachmann, der Vogelstimmen identifizieren und Vögel an ihrem Erscheinungsbild und Flug erkennen kann - er kann auch gut einschätzen, wie sich die heimischen Bestände entwickelt haben. Die Teilnehmer waren gespannt, ob ihnen die Meldungen aus den Medien über starke Rückgänge bei den Vogelpopulationen nun auch in der Realität begegnen würden. Nun ist es so, dass die stärksten Bestandseinbrüche im Bereich der ausgedehnten Ackerlandlfächen festzustellen sind. Unsere Rundtour führte aber durch die Usatalaue, den Ober-Mörler Wald, quer über den Bottenberg und schließlich wieder entlang der Usa zurück zum Sportplatz. Klaus Nadlers Resümee war nicht negativ, 35 Vogelarten wurden bei der Rundwanderung festgestellt. Insbesondere die Usatalaue mit den bachgeleitenden Bäumen bietet nach wie vor sehr vielen Vögeln einen Lebensraum.

 

Im Bereich des Usatals und des Ober-Mörler Walds hat er aber einen Vogel vermisst: die Heckenbraunelle, in den vergangenen Jahren ein häufig identifizierter Vogel. Und beim Gang über den Bottenberg bis zum Ziel war nur eine Schwalbe und kein einziger Greifvogel zu sehen - es fehlten auch die Feldlerche und Rebhühner! Auf Unverständnis stößt deshalb das Mulchen von Graswegen und Ackerrandstreifen in der Brut- und Setzzeit, wie wir es auch in diesem Jahr wieder in unserer Gemarkung beobachten konnten.

 

Überrascht waren die Wanderer von einem ausgetretenen Pfad, der von der Usa schnurstracks in ein Rapsfeld führt. Angelegt hat ihn der Biber, die Pflanzen scheinen ihm sehr zu munden! 

Ober Mörlen ist kein guter Platz für Riesenbärenklau und Staudenknöterich !! (28.04.2018)

Alljährlich Ende April steht bei der NABU-Gruppe Ober Mörlen die Bekämpfung von unerwünschten Neophyten auf dem Programm. Unter Neophyten versteht man eingewanderte Pflanzen, die durch ihren übermäßigen Wuchs die heimische Vegetation unterdrücken und großflächige Bestände bilden können. In unserer Gemarkung sind vor allem der Riesenbärenklau, der aus dem Kaukasus stammt, und der Japanische Staudenknöterich problematisch. Vom Riesenbärenklau geht zudem eine gesundheitliche Gefahr aus, da bei einer Berührung mit den Blättern dieser Pflanze phototoxische Stoffe wirksam werden, die schwere Verbrennungen auf der Haut hervorrufen.                                                                                           

 

Durch jahrelange konsequente Bekämpfung konnten wir die Bestände des Riesenbärenklaus in Ober Mörlen deutlich reduzieren. So zeigten sich am letzten Wochenende nur einzelne Pflanzen an den bekannten Stellen und konnten beseitigt werden. Allein das Vorkommen an der Main-Weser-Bahn mit ca. 140 Austrieben erforderte einen größeren Einsatz. Doch auch hier scheint sich der Bestand allmählich zu verringern. Als weitaus langwieriger und schwieriger gestaltet sich dagegen die Eindämmung des Japanischen Staudenknöterichs. Diese Pflanze bildet ein sehr verzweigtes System aus unterirdischen Sprossen, das zur Nährstoffeinlagerung vor dem Winter dient und dann zur schnellen Ausbreitung im Frühjahr sorgt. Innerhalb kurzer Zeit können sich Bestände von über 4 m Höhe bilden. Durch zeitiges Abstechen der Pflanzen mit einem Spaten und wiederholter Beseitigung der Neuaustriebe im Verlauf des Sommers hoffen wir, die Pflanzen langfristig auszuhungern. Bei mehreren kleineren Beständen an verschiedenen Stellen der Ober-Mörler Gemarkung gehen wir davon aus, dass diese Strategie langfristig Erfolg haben wird. Insgesamt wurden vom NABU Ober-Mörlen bei der ersten Bekämpfungsmaßnahme in diesem Frühjahr 10 Arbeitsstunden aufgewendet. Viele kleinere Einsätze werden über den Sommer folgen. 

 

Wer sich von der Wuchskraft dieser invasiven Art ein eigenes Bild machen möchte, sollte eine Wanderung zum sogenannten Schiefertälchen unternehmen (Zufahrt von der B 275 zum ehemaligen Munitionsdepot der US-Armee). Dort hat sich der Japanische Staudenknöterich über 100 m entlang der Straße und weit in den Wald hinein großflächig ausgebildet. Dieser Bestand überfordert allerdings die Kapazitäten der NABU-Gruppe. Seit 2016 erhalten wir hier Unterstützung von der zuständigen Bundesforstbehörde, die den Bestand professionell durch Forstarbeiter abmähen lässt, so dass zumindest eine weitere Ausbreitung verhindert wird. Trotz der sich abzeichnenden allmählichen Erfolge wird sich die NABU-Gruppe auch in Zukunft mit der Kontrolle und Bekämpfung der problematischen Neophyten beschäftigen müssen. Im nachfolgend herunterladbaren Naturschutzbericht 2016/2017 des Wetteraukreises berichtet der NABU Ober-Mörlen über seine langjährigen Aktivitäten und Erfahrungen in diesem Bereich. 

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Naturschutzbericht_2016_2017_Neophyt.pdf
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Streuobstseminar (24.02.2018)

Der Begriff Streuobstseminar wird gelegentlich als zu bedeutungsvoll empfunden, aber die 24 Teilnehmer an dieser Veranstaltung sahen das nach Abschluss des Tages sicherlich anders. Der Referent, Diplom-Agraringenieur Michael Lehmann, bot am Morgen zweieinhalb Stunden Theorie. Er ging auf das richtige Pflanzen eines Hochstammsetzlings ein und erläuterte die Wuchs- und Schnittregeln, die für den Erhalt der Bäume wichtig sind. Alle Phasen im Leben eines Obstbaums wurden besprochen, ebenso die Unterschiede zwischen den Obstarten und die Bedeutung des Schnittzeitpunkts. Die Teilnehmer konnten mitschreiben und Fragen stellen. In einem Vortragsraum klappt so etwas besser als auf der freien Wiese. Vereinsmitglied Klaus Spieler griff ein aktuelles Problem auf: die Mistel. Früher eine Seltenheit, schädigt sie nun die Obstbäume, aber auch andere Laubbäume, in bedrohlichem Ausmaß. K. Spieler beschrieb, wie sich die Mistel verbreitet und wie sie zu bekämpfen ist. Wachsen die Misteln im äußeren Kronenbereich, werden sie samt Ast mit einem Rückschnitt bis zur nächstgelegenen Gabelung entfernt. Bei tragenden Leitästen ist dies nicht möglich. Hier kann man die Misteln nur immer wieder abschneiden, um die Beerenbildung zu verhindern.

 

Nach der Mittagspause folgten zweieinhalb Stunden praktische Übungen auf der NABU-eigenen Streuobstwiese am Bottenberg. Neben Michael Lehmann leiteten die Experten des NABU Ober-Mörlen die Kleingruppen an. Der Schwerpunkt lag auf dem Schnitt alter Apfel- und Zwetschenbäume, die seit Jahren nicht mehr gepflegt worden waren. Unsere Absicht, den Pflanzschnitt an den vielen neu gesetzten Bäumen zu üben, konnten wir wegen der herrschenden Kälte und der damit verbundenen Gefahr von Frostschäden an den Schnittstellen nicht realisieren. Das Streuobstseminar 2019 wird vom Nachbarverein NABU Bad Nauheim im Ortsteil Nieder-Mörlen veranstaltet werden. Interessenten können zu gegebener Zeit unter www.nabu-bad-nauheim.de nähere Informationen finden.

Der Verbuschung der Lehmkaute entgegengewirkt (24.01.2018)

Bei unserem Pflegeeinsatz auf der „Lehmkaute“ ging es darum, Gehölzaufwuchs zu entfernen. Die frühere Lehmgrube wurde in der Nachkriegszeit als Deponie genutzt und in den 1980er-Jahren mit Erde abgedeckt und teilweise bepflanzt. Die Mischung aus Offenflächen, einzelnen Sträuchern und dichteren Gehölzbeständen stellt ein großartiges Refugium für Schmetterlinge, Wildbienen, Blütenpflanzen, Rehe und vieles mehr dar. Zahlreiche Vogelarten wie Goldammer, Nachtigall und Rebhuhn konnten die Naturschützer feststellen. Nun wächst das Biotop aber immer schneller zu und verliert dadurch an Wert. Damit die Artenvielfalt erhalten bleibt, müssen die Freiflächen offengehalten und Gehölze auf Stock gesetzt werden. So machten sich sechs Aktive mit Freischneidern, Motorsägen und Astscheren ans Werk (siehe Foto) und stellten einen circa 700 qm großen verbuschten Bereich frei. Angesichts der Gesamtgröße der drei Hektar großen gemeindeeigenen Fläche sind in den nächsten Jahren aber umfangreichere und wiederkehrende Arbeiten nötig. Daher wünscht sich der NABU von der Gemeinde Ober-Mörlen, dass diese angesichts der Bedeutung dieses Biotops entsprechende Maßnahmen in die Wege leitet.

Pflege des Heidekrauts (13.01.2018)

Schutzgebietsbetreuer Maximilian Burk hatte vergangenen Samstag zum Arbeitseinsatz in das Naturschutzgebiet Magertriften eingeladen. Auf der alten Weinstraße, Höhe gelber Berg, gibt es ein Areal, auf dem Heidekraut wächst. Um das Überwuchern des Heidekrauts durch andere Pflanzen zu vermeiden, sind zwei Maßnahmen erforderlich: Erstens Schafbeweidung und zweitens die manuelle Beseitigung von Pflanzen, die von den Schafen verschmäht wurden. Im wesentlichen waren das Ginster, wilde Rosen, Brombeere, Weißdorn und Schwarzdorn. Elf Männer und eine Frau (vom NABU und den Landschaftspflegefirmen Antony, Burk und Weißelberg) machten sich mit Spitzhacke und Spaten daran, das Heidekraut nach diesen Wuchskonkurrenten zu durchsuchen und sie zu entfernen. Am einfachsten geht das durch Abhacken über der Erde. Das ist aber nicht angeraten, weil die gekappten Pflanzen in kurzer Zeit nachwachsen. Nachhaltig ist die Arbeit nur dann, wenn die Wurzel gezogen wird, was im Einzelfall recht anstrengend sein kann. Nach etwas über zwei Stunden war die Arbeit getan. Um Abfuhrschäden zu vermeiden, wird das Schnittgut erst beseitigt, wenn der Boden trocken ist.

Ehrenamtspreis der Gemeinde Ober-Mörlen für die NAJU Ober-Mörlen (12.01.2018)

Freitag, der 12.01., war ein erfreulicher Tag für den NABU Ober-Mörlen und die Natur-schutzjugend NAJU. Anläßlich des Neujahrsempfangs überreichte Bürger-meister Wetzstein den Jugendbetreuern Kevin Knapp, Nils Franke und in Abwesen-heit Steffen König den Ehrenamtspreis. Zuvor hatte der Vorsitzende der Gemeinde-vertretung, Gottlieb Burk, die Wichtigkeit des ehrenamtlichen Engagements betont und die Aktivitäten der Jugendgruppe aufgezählt. Jugendarbeit war von Anfang an ein wichtiges Thema für den Verein, auch die drei Preisträger haben als Kinder an den Gruppenstunden teilgenommen und sind im Laufe der Jahre u. a. mit Unter-stützung durch Gudrun Radermacher, die im Vorstand für die Jugendarbeit zuständig ist, in ihre Aufgaben "hineingewachsen". Der Vorstand dankt den Gemeindegremien für die Auszeichnung, die den Preisträgern Anerkennung für die geleistete Arbeit und Motivation für die Zukunft bedeutet. Mehr Informationen zur Verleihung des Ehrenamtspreises enthält beigefügter Artikel aus der Wetterauer Zeitung, die der Veröffentlichung auf unserer website zugestimmt hat.