Naturschutzgebiete müssen gepflegt werden

Das trifft auch für die Kulturlandschaft in den Magertriften von Ober-Mörlen und Ostheim zu. Naturgegeben ist der magere Boden, der schon immer wenig für Ackerbau geeignet war, dafür aber ein guter Gastgeber für bestimmte seltene Pflanzengesellschaften ist. In Hessen sind für die Pflege der Naturschutzgebiete neben den Bewirtschaftern die Forstämter zuständig, auch wenn die Gebiete nicht im Wald liegen. Für die Magertriften beauftragte das Forstamt Nidda in diesem Winterhalbjahr landschaftspflegende Firmen mit dem Rückschnitt der Hecken an bestimmen Stellen im Schutzgebiet. Eingesetzt wurde auch ein starker Traktor mit einem Forstmulcher, der armdicke Äste kleinhacken kann. Das ist zwar effektiv, aber es bleibt eine Schicht Kleingehäckseltes übrig, die zur Nährstoffanreicherung führt und Einfluss auf den Wiederbewuchs hat. 

 

Um das zu vermeiden, hat der NABU Ober-Mörlen am vergangenen Samstag im Schutzgebiet vor dem Märzberg – auch bekannt als Gelber Berg – die liegen gebliebenen Holzschnitzel mit Rechen und Gabeln abgekämmt und für die Abfuhr zu einem Haufen aufgeschüttet. Denn die Holzreste lagen nicht nur dort, wo sich das entfernte Gehölz befand, sondern auch auf den Magerrasenflächen, wo Heidenelken (siehe das Blütenfoto) und andere seltene Pflanzen wachsen. Bei dieser Gelegenheit wurde die angrenzende Freifläche mit der Motorsense von aufkommenden Brombeeren befreit, denn Schafe machen um die stachelbewehrten Austriebe einen Bogen.

 

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